Tag 10: Schweller-Spaß
Heute habe ich vor der Arbeit am Jeep noch einen Abstecher zum Baumarkt gemacht, um mir eine Umlenkrolle zu besorgen. Die Seilwinde hat nämlich nicht genug Power, um den Jeep über die ca. 3cm hohe Schwelle am Garageneingang zu ziehen. Meine Konstruktion sieht zwar etwas abenteuerlich aus und kann noch verbessert werden, aber es funktioniert und ich fühle mich fast wie McGyver!
Nachdem der Jeep also endlich mal vor der Garage steht und ich ausreichend Platz zum Arbeiten habe, kann ich meine neuen Werkzeuge ausprobieren. Mein Dremel kommt zum Einsatz, um einer ausgeleierten Torx-Schraube einen Schlitz zu fräsen, so dass sie sich mit einem gewöhnlichen Schraubendreher rausdrehen lässt. Außerdem unternehme ich ein paar Schleifversuche an kleineren Roststellen, aber die optimalen Schleifaufsätze muss ich noch finden. Das dazu bestellte Stahl- und Messingbürstenset taugt schonmal nix!
Anschließend darf die neue Heißluftpistole zeigen, was sie kann. Schließlich sollen endlich die Schwellerverkleidungen runter… Also: erwärmen, ziehen, erwärmen, ziehen – und ziemlich schnell ist die erste Verkleidung ab. Das geht ja einfach, und kaputt gegangen ist auch nichts! Der Schweller sieht erstaunlicherweise sehr gut aus, und auch der obligatorische Klopftest zeigt keine Durchrostungen. Glück gehabt!
Danach folgt die rechte Seite, und hier ist die Verkleidung ähnlich schnell runter. Leider verläuft die Schwellerinspektion weniger erfreulich, da ich auf eine Durchrostung stoße, die die hintere Hälfte des Schwellers befallen hat. Kurzerhand nehme ich die Flex und schneide den rostigen Teil großzügig raus – geschweisst werden muss hier sowieso… Ich glaube aber langsam, dass ich nicht drumherum komme, mir doch noch ein Schweißgerät zu besorgen und schweissen zu lernen.
Nach dieser Aktion fängt es kräftig an zu regnen, weshalb ich wieder zusammenräume und den Arbeitstag beende. Ein wenig habe ich ja auch geschafft… Nun stehen als nächstes noch die vorderen Kotflügelverbreiterungen an (der Radlauf unter der linken scheint auf jeden Fall auch rostig zu sein). Die hintere linke Tür wollte ich heute eigentlich auch demontieren, kam aber nicht an die Scharnierschrauben ran. Da muß wohl wieder neues Werkzeug her – alleine dafür geht langsam ein ziemlicher Teil des Budgets drauf.
Die Fotos sind leider nicht sehr scharf, da meine Kamera nicht mehr richtig fokussieren will, aber man sollte trotzdem alles erkennen können.













