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Tag 9: Rost, Rost, Rost

Wegen der zur Zeit herrschenden Hitze bin ich dazu übergegangen, meine Bastelaktionen früh morgens zu beginnen und am frühen Nachmittag, wenn die Sonne richtig auf die Garage knallt, zusammenzupacken. Also nichts mit Ausschlafen im Urlaub… Gestern war es dann wieder soweit. Wie so oft habe ich meine Pläne geändert und die Demontage der Seitenschweller auf Eis gelegt, bis die bestellte Heissluftpistole eingetroffen ist. Ansonsten lassen sich die Verklebungen nicht zerstörungsfrei lösen.

Dieses Mal fange ich mit der Kotflügelverbreiterung hinten rechts an. Vorher werfe ich aber noch einen Blick auf den rostigen Radlauf hinten links und schaue das ganze auch von innen an. Ich habe jetzt Gewissheit, dass es sich tatsächlich um einen Unfallschaden handelt, da von innen Rostschutzgrundierung und viele kleine Löcher vom Ausbeulen zu sehen sind. Hier muß das Seitenteil großflächig ersetzt werden, wenn ich nicht pfuschen will, denn ansonsten ist jetzt schon absehbar, dass es weitergammeln wird.

Nun zur rechten Kotflügelverbreiterung: Sie ist anders montiert als auf der linken Seite. Auf der linken Seite bestand die Befestigung aus Schrauben mit jeweils zwei Muttern für Innenkotflügel und Verbreiterung, auf der rechten Seite gibt es jeweils eine Mutter auf einer Schraubniete. Das bedeutet, dass ich keine Möglichkeit habe, die Schraube zu halten, wenn sie sich beim lösen mitdreht – tolles Prinzip! Gnädigerweise brechen fünf von sechs Schrauben beim Versuch, die Mutter zu lösen, einfach ab. Die letzte Schraube wird gewaltsam gelöst, indem ich solange an der Verbreiterung rüttel, bis die Mutter durch das Montageloch passt. Die rechte Kotflügelverbreiterung hat auf der Innenseite zusätzliche Verstärkungen aus Metall, die links nicht vorhanden waren.

Unter der Verbreiterung sieht es hier wesentlich besser aus. Erst im unteren Bereich, wo sich die Verklebung des Heckspoilers befand, findet sich Rost und leider auch eine kleine Durchrostung. Aus der Falz auf der Innenseite des Radkastens entferne ich die Karosseriedichtmasse, unter der der Gammel zugeschlagen hat. Abgesehen von der Durchrostung ist das Blech noch stabil, weshalb ich die Innenseite säubere und groben Rost mit einer Topfbürste abschleife. Anschließend wird hier alles großzügig mit Fertan eingesprüht. Auch die Außenseite wird großflächig abgeschliffen und mit Fertan vorbehandelt.

Die Durchrostung kommt auf die immer länger werdende Schweißarbeiten-To-Do-Liste…

Zum Abschluß nehme ich mir die vielen kleinen Rostflecken im Kofferraum vor, die ich grob abschleife. Zum Glück stoße ich hier auf keine weiteren Durchrostungen, hier ist der Rost oberflächlich – und zwar überall dort, wo die Schrauben der Teppichleisten Kontakt zur Karosserie hatten.

Insgesamt ein einigermaßen produktiver Basteltag! Leider hat zum Ende hin der Autofokus meiner Kamera aufgegeben, weshalb einige Bilder etwas unscharf geworden sind.

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