Was bisher geschah – Teil 1: Die Werkstatt
Mein Restaurierungs-Tagebuch endete 2015. Tatsächlich gab es noch einen weiteren Eintrag im Jahr 2016, den ich jedoch nach kurzer Zeit wieder entfernt habe: Frustriert und desillusioniert wollte ich das Projekt aufgeben und den Jeep verkaufen. Aber dann kam es doch anders…
Irgendetwas in mir sträubte sich dagegen, das Projekt endgültig aufzugeben. Gleichzeitig sah ich aber ein, dass ich es aus eigener Kraft nicht schaffen würde, den Jeep zu restaurieren. Zumindest für die Karosseriearbeiten würde ich professionelle Hilfe benötigen.
Also machte ich mich auf die schwierige Suche nach einer Werkstatt, die bereit wäre, das begonnene Projekt zu übernehmen. Die Suche dauerte fast zwei weitere Jahre, aber schließlich fand ich ein auf Old- und Youngtimer-Restaurierungen spezialisiertes Unternehmen in Berlin, das sich bereit erklärte, den Auftrag auszuführen.
Diese Firma hatte einen sehr guten Ruf und augenscheinlich viel Erfahrung, weshalb ich das Gefühl hatte, endlich weiter zu kommen – ein echter Jackpot, so fühlte es sich zumindest an.
Der Auftrag umfasste 7 Bereiche:
- Karosserie- und Schweißarbeiten, einschließlich der Behebung des alten Unfallschadens und der Aufbereitung und des Einbaus der originalen Doppelrohrauspuffanlage
- Überholung des Fahrwerks und der Lenkung
- Überholung der Bremsanlage
- Einbau der originalen Nebelscheinwerfer und neuer Hauptscheinwerfer
- Motor-Inspektion
- Austausch der Windschutzscheibe und einer Seitenscheibe
- Rostschutz und Hohlraum-Konservierung
- Instandsetzung der Klimaanlage
Zudem wurde eine Lackierung vereinbart, die von einer externen Firma ausgeführt und gesondert berechnet werden sollte. Mein Plan war zu diesem Zeitpunkt, mich nach Beendigung der vereinbarten Arbeiten selber um den Einbau der Innenausstattung zu kümmern.
Kalkuliert wurde eine voraussichtliche Arbeitszeit von drei Monaten und ein Gesamtpreis von 5.500 Euro (zzgl. Lackierung und Kosten für Ersatzteile). Ich leistete eine Anzahlung, im Oktober 2018 wurde mein Fahrzeug wurde abgeholt und… ich wartete.
Ich habe im Verlauf des Projekts oft Geduld bewiesen, und so wartete ich ein halbes Jahr, bis ich mich nach dem Fortschritt der Arbeiten erkundigte. Tatsächlich war bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts passiert, doch nach meiner Nachfrage begannen die Arbeiten und einen Monat später bekam ich die ersten Bilder vom Fortschritt der Karosseriearbeiten. Im September 2019 bekam ich schließlich die Nachricht, dass Karosseriearbeiten und Lackierung abgeschlossen seien, und zahlte die Rechnung für den Lackierer.
Bis zu diesem Zeitpunkt war also bereits fast ein Jahr vergangen, aber wie schon erwähnt: Ich kann sehr geduldig sein, und im Vergleich zu meinen eigenen Fortschritten war das fast Überschallgeschwindigkeit.







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