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Tag 13: Kotflügel-Demontage

Heute habe ich keine Lust auf Karosseriedichtmasse. Und weil immer noch die vorderen Kotflügelverbreiterungen auf die Demontage warten, wende ich mich den Kotflügeln (oder Shitwings, wie der Amerikaner sagt) zu. Ich will sie komplett demontieren, da ich so besser an die Befestigungen der Verbreiterungen komme, und um zu sehen, wie es darunter aussieht.

Ich fange mit dem linken Kotflügel an, und die Demontage ist relativ unkompliziert: Ich muss die Halteclips des Innenkotflügels lösen, dann eine Mutter auf der Innenseite des Kotflügels, mit der er an einer Strebe befestigt ist. Fast alle anderen Schrauben sind gut von aussen erreichbar. Nur zwei Schrauben, mit denen der Kotflügel am Schweller befestigt ist, muß ich abflexen weil sie so zugeschmoddert sind, dass ich sie nicht lösen kann. Dann etwas ruckeln und ziehen, und der Kotflügel ist ab.

Anschließend demontiere ich den Innenkotflügel. Wie schon beim hinteren Kotflügel, brechen auch hier fast alle Schrauben inklusive der Muttern einfach ab, was mich erstmal nicht weiter stört. Nachdem auch die beiden nicht abgebrochenen Muttern gelöst sind, kann ich den Innenkotflügel abziehen und anschließend die Metallhalterungen der Verbreiterung entnehmen. Diese Halterungen sind zum Teil ziemlich rostig, ich muss mich also nach einem neuen Befestigungssatz umschauen. Aber ich werde dadurch entschädigt, dass der Kotflügel selber in einem tollen Zustand ist und ausser einer gründlichen Reinigung keine weitere Arbeit erfordert. Ist ja auch mal was. Der Rahmen unter dem Kotflügel ist makellos, das kann gerne öfter vorkommen!

Auf der rechten Seite ist die Demontage ähnlich einfach, nur die Mutter der Verstrebung ist etwas hartnäckig. Aber mit Geduld komme ich auch hier weiter. Ansonsten zeigt sich hier das gleiche Bild: Kotflügel und Rahmen sind hier in einem prima Zustand, und es ergeben sich keine neuen Baustellen. Ich habe jetzt auch einen guten Blick auf Federung, Fahrwerks- und Lenkungskomponenten. Hier gibt es natürlich viel Flugrost, aber wirklich böse Stellen sehe ich keine. Nur der rechte Federbeinteller sieht sehr gammelig aus, aber kein Problem: Das Ersatzteil liegt bereit.

Dann fällt mir noch ein, dass ich ja morgens noch ein großes Paket von der Post abgeholt habe. Der Ersatzschweller für die rechte Seite ist angekommen! Er wird erstmal in der Garage eingelagert, bis die große Schweissaktion beginnt.

Ich komme jetzt ins Grübeln: Soll ich alles, was irgendwie demontierbar ist – inklusive des Motors – demontieren, so dass nur noch der Rahmen mit der Rohkarosserie steht? Das wäre auf jeden Fall der gründlichste Weg, den Jeep von Grund auf zu restaurieren. Ein wesentliches Hindernis sind aber die Platzverhältnisse, denn ich hätte im Moment keine Möglichkeit, die demontierten Teile zwischenzulagern. Ich werde mal bei der Grundstücksverwaltung anfragen, ob noch eine zweite Garage verfügbar wäre… Natürlich würde sich so der Abschluß des Projekts noch weiter in die Zukunft verschieben, aber dafür wäre das Ergebnis auch entsprechend besser. Und ich bräuchte noch mehr Equipment, wie z.B. einen Motorkran!

Ganz zum Schluß stoße ich doch noch auf ein echtes Problem: Zu Beginn meiner Arbeit habe ich wie üblich den Jeep aus der Garage geschoben. Normalerweise bleibt er mit den Vorderrädern in der Garage, doch irgendwie habe ich heute mehr Schwung als sonst, so dass er komplett aus der Garage rausrollt. Nun bekomme ich den Jeep nicht über die Schwelle, und die Seilwinde ist keine Hilfe, da das Seil zu kurz ist. Mit Muskelkraft komme ich nicht weiter, und auch der Versuch, eine weitere Verankerung für das Seil in den Garagenboden zu bohren, scheitert, weil der Bohrer nicht mitmacht. Außer mir ist heute niemand anwesend, was beim Arbeiten sehr angenehm war, aber jetzt doch ein bißchen blöd ist. Letztendlich decke ich den Jeep ab und lasse ihn ausnahmsweise mal draussen stehen – immerhin ist der Garagenhof ja nicht frei zugänglich und einigermaßen sicher. Diese Herausforderung muss ich an meinem nächsten Garagentag meistern…

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